Im Rachen der Traumfabrik
Kaum saß der Mond auf einem Ast
und leuchtete als trüber Gast
der Szenerie hier im Morast
da sah er endlich den Palast
Der aus dem Nebel sich nun wand
dort hinten an des Weges Rand
er nahm sein Herz in seine Hand
als pochend vor dem Tor er stand
Ein Uhu öffnete sogleich
bat ein ihn in das dunkle Reich
des dunklen Herrschers, der dort bleich
auf Samt und Seide saß, ganz weich
„Was willst Du“ fragt´ die dunkle Larv´
„Ein I-Phone, wenn ich bitten darf“
„Du kennst den Preis“ lacht jener scharf
als der ein Buch vor ihm hinwarf
Der Uhu bracht sogleich, geschwind
das I-Phone, darauf stieg das Kind
ritt fort auf diesem neuen Wind
das Aug vor Freudentränen blind
Spürt es noch nicht den bösen Fluch
der wie ein schwarzes, schweres Tuch
sich auf die Seel´ legt´ ohne Ruch
seit er verschleuderte sein Buch
Der Alte nahm indes dies Pfand
in seine gierig zitternd´ Hand
d´rin Traum um Traum des Jünglings stand
sogleich wurd´s im Kamin verbrannt
Die Flammen tanzten lichterloh
das macht den bösen Manne froh
„Wie gut, das dieses Hirn aus Stroh
vom Traum in das Klischee entfloh!“